Kapitel 1 – erste Begegnung

Gestatten, mein Name ist Paul, einfach Paul. Obwohl Laura, meine Herrin, mir immer wieder je nach Situation andere Namen verleiht. Laura ist eine lebens- und besonders liebeshungrige Frau im „besten Alter“. Nach außen erscheint sie sehr tough, doch ich kenne sie besser, denn unter dem selbstsicheren Deckmäntelchen verbirgt sich eine sensible, sexuell unerfahrene Enddreißigerin, die sich nun endlich auf den Weg macht, den Horizont ihres langweiligen Sexuallebens zu erweitern. 

Aber ich will nicht zuviel verraten, genießen Sie einfach die erotischen Geschichten unseres gemeinsamen Lebens, welche ich penibel in meinem Tagebuch zusammengetragen habe. 

Als wir uns kennen lernten, war Laura frisch geschieden und suchte dringend adäquaten Ersatz zur Gestaltung ihres Liebeslebens. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie weder große Erfahrungen in sexueller Hinsicht, noch war sie geübt in der Anwendung von irgendwelchem Sexspielzeug. Da aber laut einhelliger Meinung in ihrem Freundeskreis ein Vibrator zur Grundausstattung einer allein lebenden, toughen Singlefrau gehörte, stand dessen dringende Anschaffung ganz oben auf ihrer Einkaufsliste.  

Unsere erste Begegnung ist mir noch in Erinnerung, als ob dies erst gestern war. Die Sonne ging auf, als sie den Laden betrat. Eine Enddreißigerin mit blonder Löwenmähne und ansprechender Figur. Kein Model-Gerippe aber auch nicht mollig – sie hatte einfach die richtigen Rundungen, die in ihrem Leder-Outfit besonders gut zur Geltung kamen. Ihre Ausstrahlung war dominant und ein wenig verrucht, welche die Phantasie an- und vor allem erregen konnte. Sie war eine Göttin und ich musste mit ihr nach Hause gehen!

Für andere war ihre Unsicherheit vielleicht nicht zu spüren, doch ich durchschaute ihre gespielte Selbstsicherheit sofort. Ihre Augen schweiften durch den Laden und die Blicke verrieten Erstaunen bei jedem neuen Spielzeug, das sie entdeckte. Manchmal zuckten die kleinen Grübchen in ihren Mundwinkeln und eine zarte Röte zog über ihre Wangenknochen, aber ich dachte nur an das eine und hätte sie am liebsten sofort beglückt. Leider war es von Lauras Seite keine Liebe auf den ersten Blick. Sie sah mich kurz an, ignorierte mich dann aber - wegen meiner Farbe!

 Ja, ich bin pink – na und – kann ich etwas dafür?

Eine Angestellte des Ladens kam auf Laura zu, um ihr Hilfe anzubieten. Sie erkundigte sich, welche Vorstellungen Laura in Bezug auf Aussehen und Fähigkeiten eines Vibrators habe, und nahm mich dabei aus dem Regal. Als sie mich jedoch in Lauras Hände legen wollte, schüttelte dieses märchenhafte Wesen einfach den Kopf und lachte.

 „Nein, bloß nicht pink – haben sie den nicht auch in blau?“ 

Natürlich könne man den Vibrator in jeder gewünschten Farbe bestellen, doch die Lieferung würde dann bis zu 2 Wochen dauern. Laura war enttäuscht. Sie schaute mich an, begutachtete mich von allen Seiten und schielte immer wieder in die anderen Regale auf der Suche nach einer farblichen Alternative.

„Laura, nimm mich….ich bin Dein…Du wirst es nicht bereuen…BITTE!!!“ 

Nach einer Ewigkeit entschied sie dann endlich, dass ihr Notstand größer als die Wunschfarbe war und

 „ich durfte mit zu ihr nach Hause!“

 Ich konnte mein Glück kaum fassen und beschloss, ihr die erotischsten Erlebnisse zu bereiten – sie zu den höchsten Gipfeln der Glückseligkeit zu führen, wie sie dies nie zuvor erlebt hatte.

 

© Carina di Voglia

zurück